NATO steigert Manöverzahl in Osteuropa

Bundeswehr schickt mehr Soldaten als im Vorjahr zu Übungen / Im Juni sollen 25.000 NATO-Soldaten in Polen üben

Berlin. Die Bundeswehr beteiligt sich dieses Jahr mit rund 5.500 Soldaten an Manövern und Ausbildung in den östlichen Mitgliedstaaten der NATO. Das sind etwa 500 mehr als im Vorjahr, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verteidigungsministerium erfuhr. Auch die Zahl der Manöver steigt im Vergleich zum Vorjahr von 16 auf 21.

Die größte Übung ist im Juni »Anakonda« in Polen mit etwa 25.000 NATO-Soldaten von Heer und Luftwaffe, darunter 400 Deutsche. Im selben Monat übt die Marine in der Ostsee. An »Baltops« sind 4.000 Soldaten beteiligt, darunter 800 aus der Bundeswehr.

Die NATO hat seit Beginn der Ukraine-Krise ihre Präsenz in den östlichen Bündnisstaaten deutlich verstärkt. Polen und die baltischen Staaten grenzen an Russland und fühlen sich durch den mächtigen Nachbarn bedroht.

Die Beteiligung an den schnellen Einsatzkräften der NATO für Krisensituationen hat Deutschland dieses Jahr von 4.700 auf 3.600 Soldaten etwas heruntergefahren.

Wohl auch wegen der verstärkten Truppenpräsenz reagiert Moskau zurückhaltend auf die vom Westen angekündigte Wiederbelebung des NATO-Russlands-Rates. Der russische Botschafter bei der Nato, Alexander Gruschko, sagte, man werde die kommende Sitzung abwarten und dann sehen, ob sich weitere Treffen lohnen. »Ich erwarte keinerlei Durchbruch«, sagte er der Agentur Tass zufolge am Samstag in Moskau. Die USA hatten zuvor angekündigt, eine Kampfbrigade dauerhaft im östlichen Mitteleuropa zu stationieren. Agenturen/nd

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