Werbung

Verwaltung bei Bürgern unten durch

EU vergleicht in Befragung Arbeit von 79 Behörden in europäischen Städten / Berlin landet auf dem fünftletzten Platz

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Behörden der Hauptstadt haben einen schon fast berüchtigt schlechten Ruf. Wie miserabel er auch im Vergleich ist, zeigt eine Studie im Auftrag der EU-Kommission.

Berlin. Die Berliner bewerten ihre Verwaltung laut einer Umfrage ähnlich schlecht wie die Menschen in Bratislava oder Warschau. Nur in italienischen Städten wie Rom, Neapel oder Palermo gab es noch schlechtere Werte. 61 Prozent der befragten Berliner glauben demnach nicht, dass die Behörden den Bürgern in ihrer Stadt effizient helfen. Unter 79 verglichenen europäischen Städten landet die deutsche Hauptstadt damit auf dem fünftletzten Platz. Wesentlich positiver stehen die Bürger ihrer Verwaltung in Städten wie Zürich, Wien oder Oslo gegenüber. Aber auch Dortmund oder Ankara kommen
besser weg.

Im Auftrag der Europäischen Kommission waren mehr als 40 000 Menschen zur Lebensqualität in ihren Städten befragt worden. Zuvor hatte die »Berliner Morgenpost« (Sonntag) über die Studie berichtet, die bereits Ende Januar veröffentlicht worden war. Bei der Frage, ob man der öffentlichen Verwaltung vertrauen könne, rangiert Berlin mit 59 Prozent Zustimmung immerhin im Mittelfeld. Die italienischen Metropolen - auch für ihre Mafia-Probleme bekannt – werden abhängt. Zu den Top-Städten in diesem Bereich gehört zum Beispiel München - mit 77 Prozent auf Platz sieben.

In Berlin kommen auch Schulen und andere Bildungseinrichtungen im Vergleich schlecht weg, obwohl immerhin 53 Prozent sich damit zufrieden zeigen. Auch beim Zustand von Straßen und Gebäuden landet die deutsche Hauptstadt mit einem Anteil von 59 Prozent an positiven Äußerungen knapp im unteren Drittel. Für sauber befindet nur eine Minderheit der Berliner (45 Prozent) ihre Stadt.

Wie auch alle anderen einbezogenen deutschen Städte kann Berlin hingegen beim öffentlichen Nahverkehr punkten: Mit 84 Prozent Zufriedenheit gibt es einen sicheren Platz im oberen Drittel. Auch beim kulturellen Angebot steht die Stadt im Vergleich ganz ordentlich da (87 Prozent), ebenso im Gesundheitsbereich (80 Prozent).

Ein weiterer Aspekt, der viele Berliner umtreibt, zeigt sich auch indieser Studie: Gerade einmal zehn Prozent meinen, es sei leicht, in der Stadt günstigen Wohnraum zu finden. Das sind knapp weniger als in London (11), aber immer noch etwas mehr als in München (3), Paris (4) oder Hamburg (6). dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken