Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Kein Mindesthaltbarkeitsdatum mehr?

Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

Viele Lebensmittel werden entsorgt, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist. Im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung setzt der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung auf »intelligente Verpackungen«.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln ist kein Verfallsdatum. Ist das Datum abgelaufen, bedeutet das noch lange nicht, dass die Ware verdorben ist.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln ist kein Verfallsdatum. Ist das Datum abgelaufen, bedeutet das noch lange nicht, dass die Ware verdorben ist.

Dabei geht es um eine rasche Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums auf Verpackungen. Der Hintergrund: In wenigen Monaten wird der Entwurf einer EU-Richtlinie vorliegen, wonach die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet werden sollen, die Zahl der Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent zu verringern.

In Deutschland landen jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Davon stammen 6,7 Millionen Tonnen von Privathaushalten. Europaweit sind es sogar 100 Millionen Tonnen - dies entspreche einem Drittel der Nahrung für den menschlichen Gebrauch.

Tatsächlich sind aber die meisten Produkte erheblich länger verwendbar als auf den Verpackungen steht, weil die Hersteller zu große Sicherheitspuffer eingebaut haben. Um die Verschwendung von Nahrungsmitteln einzudämmen, müsse daher das Mindesthaltbarkeitsdatum zu einer qualifizierten Verbraucherinformation weiterentwickelt werden. Bereits 2014 hatte der Bundesminister die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums für einige Produkte ins Gespräch gebracht.

Experten gehen davon aus, dass der »intelligenten Verpackung« die Zukunft gehört. In Joghurtbecher etwa ließen sich elektronische Chips einbauen, die ermitteln, wie sich das Produkt von Tag zu Tag verändere. Eine Farbskala von Grün bis Rot soll anzeigen, wie es um die Verzehrbarkeit steht. Danach kann jeder selbst entscheiden, bis zu welchem Grad er das Nahrungsmittel noch verwendet.

Übrigens müssen Händler in Frankreich nach einem im Februar beschlossenen Gesetz unverkaufte Nahrungsmittel spenden, verarbeiten, als Tierfutter verwenden oder kompostieren. Die Bundesregierung plant ein solches Wegwerfverbot nicht. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln