Leberwurst: Halal und beleidigt

Erdogan kann darauf setzen, dass die von ihm verachteten Freiheiten auch hierzulande nur wenig gelten

  • Von Arthur Buckow
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Entscheidung Merkels, die Justiz auf Jan Böhmermann loszulassen, ist nicht nur nicht klug, sie offenbart die prekäre Lage des deutschen Staates, der meint, sich per Strafgesetz gegen ungnädige Bürger wehren zu müssen.

Kurt Tucholsky gilt heute als großer Satiriker. Diese Wertschätzung gründet sich vor allem darauf, dass er seit über 80 Jahren nicht mehr stören kann. Doch liest man seine Befunde nicht als Prosa, sondern als Kritik, erscheinen sie recht gegenwärtig. So meinte er 1931 in einem Brief aus Schweden, in das er sich schon früh vor deutschen Zuständen flüchtete: »Du glaubst nicht, wie das Land von außen aussieht: ein Haufen neurasthenischer Irrer, die samt und sonders, jeder für sich, unrecht haben …«

So ist es aktuell auch in der Causa Böhmermann. Man möchte gern der Expertise des Schriftstellers Gerhard Henschel vertrauen, hatte der doch einst in der »tageszeitung« den »Bild«-Herausgeber Diekmann mit der Überschrift »Sex-Schock – Penis kaputt« zur Klage auf Schmerzensgeld veranlasst. Heute übt Henschel aber selbst diekmanneske Stilkritik und unterstellt Böhmermann »Pipi-Kaka-Humor«; überhaupt habe der sich schon bei früherer Gelegenhe...

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