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Das Lausitzer Seenland wächst

Mit Saisonstart gibt es nun insgesamt zwölf Badeseen - andernorts zieht sich die Böschungssicherung jedoch hin

Mit dem Bergheider See kommt in diesem Jahr ein weiteres Ausflugsziel im Lausitzer Seenland dazu. Doch nicht alle Zeitpläne gingen auf, es gibt weiterhin Baustellen in der künstlichen Landschaft.

Knappenrode. Das Lausitzer Seenland wächst weiter. Mit dem Start in die neue Saison in diesen Tagen erwarten die Besucher insgesamt zwölf Badeseen. »Offiziell kommt der Bergheider See im Kreis Elbe-Elster hinzu, im kommenden Jahr soll auch in Großräschen die Badesaison beginnen«, sagte Katja Wersch, Sprecherin des Tourismusverbands Lausitzer Seenland. Bootsfahrer und Segler sind in den Häfen am Senftenberger See, Geierswalder See und Bärwalder See gern gesehene Gäste.

Weiterhin unklar ist laut Wersch, wann der neue Solar-Katamaran auf der Fahrgastschiffslinie zwischen Senftenberg nach Geierswalde pendeln wird. Das Schiff sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr über den Koschener Kanal Fahrt aufnehmen, die Abnahme der neuen Attraktion steht indes noch aus.

Eine weitere Baustelle im Lausitzer Seenland ist der Knappensee bei Hoyerswerda im sächsischen Kreis Bautzen. Dort werden demnächst die Verdichtungsarbeiten mit Hilfe schwimmender Kräne und einer sogenannten Rüttellanze im Uferbereich abgeschlossen sein, sagte Volker Krause, Pressesprecher der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV).

Nach Ende der Sicherungsarbeiten an der nordöstlichen Böschung sollen in der zweiten Jahreshälfte zwölf Dauerbewohner und die saisonalen Nutzer der Knappensee-Siedlung wieder ihre jetzt leer stehenden Objekte beziehen. Die komplette Sanierung wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020/21 dauern. Der Knappensee war im März 2014 wegen möglicher Rutschungen gesperrt worden. Mit der Verdichtung wurden auch schon durch die LMBV unter anderem der Altdöberner See, die künftige Cottbuser Ostsee am Tagebau Cottbus-Nord und der Jänschwalder Tagebau gesichert. Die LMBV trägt seit Mitte der 1990er Jahre die Verantwortung für die Sanierung der Bergbau-Altlasten.

Zwischen Dresden und Berlin gehören 23 künstlich angelegte Gewässer zu der neuen Braunkohle-Folgelandschaft. Durch die Flutung früherer Tagebaue wächst so mit 14 000 Hektar das größte von Menschenhand geschaffene Seenland in der Bundesrepublik. Einen Überblick über die dortigen Angebote geben die länderübergreifenden Seenlandtage am 23. und 24. April. dpa/nd

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