Wie das Böse angezettelt wird

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt antisemitische und rassistische Aufkleber von 1800 bis heute

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Klein, aber fein - sind sie nicht, die Exponate, die in der neuen Sonderausstellung des Deutschen Historischen Museums (DHM) zu sehen sind: antisemitische und rassistische Aufkleber, mit denen viel Böses angezettelt wurde und wird: Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen, Brandanschläge auf Synagogen und Asylbewerberheime, Völkermord und Totschlag. Von »erschreckender Aktualität« nennt Alexander Koch, Direktor des DHM, die Objekte, die aus dem eigenen Fundus und der Sammlung von Wolfgang Haney, Jg. 1924, stammen, der seit über einem Vierteljahrhundert nach Antisemitica fahndet. Rassistische Hetze findet sich noch heute zuhauf, »ein Zeichen der Polarisierung der Gesellschaft«, wie Koch bemerkt. Er sieht es als eine Herausforderung und Verpflichtung seines Hauses an, einen Beitrag auch und gerade zu gegenwärtigen Diskursen beizusteuern.

Bei der neuen Schau zeichnet das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin mitverant...


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