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Massenmörder Anders Breivik gewinnt Rechtsstreit

Osloer Richter halten langjährige Einzelhaft für »unmenschlich«

  • Von Bengt Arvidsson, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Osloer Amtsgericht hat dem Massenmörder Breivik im Streit um Haftbedingungen teilweise recht gegeben. Er erhält Schadensersatz vom Staat Norwegen.

Es ist eine juristische Sensation: Massenmörder Anders Behring Breivik erringt im Streit um seine Haftbedingungen gegen den norwegischen Staat einen gerichtlichen Teilsieg. »Die Haftbedingungen stellten eine Verletzung der Menschenrechtskonvention, Artikel 3, dar«, hieß es am Mittwochnachmittag überraschend im Urteilsspruch des Osloer Amtsgerichtes.

Breivik bleibt aber nach seinem juristischen Etappensieg vorerst in Einzelhaft. Angesichts der Berufungsmöglichkeit durch den norwegischen Staat sei das Urteil noch nicht rechtskräftig, sagte Gefängnisdirektor Ole Kristoffer Borhaug am Donnerstag.

Breiviks Haftbedingungen würden eine »unmenschliche Behandlung« beinhalten, so die Richter. Der Staat Norwegen muss Breivik, der 2011 acht Menschen bei einem Bombenanschlag in Oslo getötet und auf der Insel Utøya 69 Teilnehmer eines Sommerlagers erschossen hatte, 330 000 Kronen (36 000 Euro) zahlen. Zudem hat er Aussicht, aus der Isolati...


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