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Bis 70 am Krankenbett oder auf dem Gerüst

Neuer Rentenvorschlag aus dem Unionslager erntet Kritik aus Koalition, Opposition und Gewerkschaft

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble heizt die Rentendebatte an, indem er ein Eintrittsalter von 70 Jahren und ein demografiefestes Gesundheitssystem fordert.

Während sich derzeit viele Menschen fragen, wie sie im Alter finanziell zurecht kommen sollen, schlagen die Junge Union und der dienstälteste Bundestagsabgeordnete Wolfgang Schäuble (73) die Rente mit 70 vor. Ihre Logik: Angesichts der Alterung der Gesellschaft sei es relativ sinnvoll, die Lebensarbeitszeit und die Lebenserwartung auch in der Rentenformel in einen Zusammenhang zu bringen.

Der Aufschrei ließ nicht lange auf sich warten. Am deutlichsten wurde Matthias W. Birkwald, Rentenexperte der LINKEN: »Wer jetzt die Rente erst ab Sterben minus X fordert, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank«, sagte er. »Krankenschwestern, Hauptschullehrerinnen, Maurer und Gerüstbauer können nicht bis 70 und schon gar nicht darüber hinaus arbeiten. Nach 40 Jahren harter Arbeit muss man ab 60 ohne Abschläge in Rente gehen können.« Birkwald ve...


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