Werbung

AfD-Politiker ist aktiv im Asylgeschäft

Arbeitsvermittlung eröffnet Dependance in Lichtenberg

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das Geschäft mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Berlin boomt. Mit seiner Firma mischt dabei auch ein Vize-Bezirksvorsitzender der AfD aus Steglitz-Zehlendorf mit.

»Kinderbetreuung m/w für Asylantenheime« ist die Stellenausschreibung auf der Homepage des Unternehmens »Arbeit und Beratung« überschrieben. Die Vermittlungsagentur aus Lichterfelde hat derzeit viel mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Berlin zu tun, bestätigt der Chef der Firma, Andreas Wild, auf Nachfrage des »neuen deutschlands«. »Wir vermitteln stark in den Bereich Sicherheit«, sagt Wild. Und wo es entsprechenden Bedarf gibt. Weil die Tätigkeit des Unternehmens gut läuft, will die »Arbeit und Beratung« ein weiteres Büro in Lichtenberg eröffnen. Für den heutigen Freitagnachmittag war eine »private« Eröffnungsfeier vorgesehen. Für Irritationen sorgte dazu eine im
Internet kursierende Einladung, die die Betriebsfeier mit der Alternative für Deutschland (AfD) in Verbindung brachte.

Die Berliner AfD will mit der Firmenfeier aber nicht in Verbindung gebracht werden. »Das ist eine Fälschung«, erklärte der Sprecher der Berliner AfD, Ronald Gläser auf Nachfrage. Einen Zusammenhang zwischen der Arbeitsvermittlung und dem Geschäft im Bereich der Flüchtlingsunterkunft gibt es aber doch: Andreas Wild, der Chef der Arbeitsvermittlung, ist zugleich Vize-Vorsitzender der AfD im
einflussreichen Bezirksverband Steglitz-Zehlendorf. »Wir machen eine Einweihungsfeier, das hat mit der AfD aber nichts zu tun«, sagt Wild.

Dass auf seiner Homepage von »Asylantenheimen« die Rede ist, könnte wohl eine Mitarbeiterin formuliert haben, es sei zwar nicht falsch, aber Wild selbst spricht lieber von »Migranteneinrichtungen«. Der Chef der Arbeitsvermittlung vermutet, dass ein »U-Boot« seine vor einigen Wochen auf Facebook ausgesprochene Einladung für eine Fälschung missbraucht hat. Der Zuzug von neu ankommenden Menschen nach Deutschland ist eines der Hauptwahlkampfthema der AfD im Wahlkampf, wo die Partei ein Ende des »Asylchaos« fordert. Dass ihre Vertreter bis dahin daran mitverdienen, scheint indes kein Widerspruch zu sein.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!