Der Mindestlohn ist keine Integrationsbremse

Ein Experte des IAB-Forschungsinstituts räumt auf mit vielen Mythen zum Thema Geflüchtete und Arbeitsmarkt

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der Volkswirtschaftler Herbert Brücker erklärte auf Einladung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, wie die Integration von Geflüchteten gelingen kann.

»Flüchtlinge oft ohne Ausbildung«, »Einwanderer als Chance«, »Nehmen Flüchtlinge uns die Jobs weg?«, »Deutschlands Mittelstand hofft auf die Flüchtlinge«: Die Bandbreite an Perspektiven zu Geflüchteten in deutschen Zeitungen belegt, wie wenig man gesichert weiß über deren Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte deshalb mit Herbert Brücker einen der profiliertesten deutschen Experten zum Gespräch eingeladen. Der Professor für Volkswirtschaftslehre ist Leiter des Forschungsbereichs »Internationale Vergleiche und Europäische Integration« am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Die Einrichtung liefert der Bundesagentur für Arbeit (BA) die wissenschaftliche Expertise.

Brücker räumte mit vielen Halbwahrheiten und Missverständnissen zum Thema auf. So gebe es unter den Geflüchteten eine »hohe Motivation«, Sprache und Beruf zu erlernen. Der IAB-Wissenschaftler hatte...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.