Wie die AfD bekämpfen?

Gegen die Rechtspopulisten muss vorgegangen werden - über das Wie herrscht noch keine Einigkeit

  • Von Max Zeising, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Bündnis »Aufstehen gegen Rassismus« sieht die AfD als Hauptschwerpunkt antifaschistischer Kämpfe - auf seiner Aktionskonferenz zeigte sich jedoch noch viel Klärungsbedarf im Umgang mit der Rechtspartei.

Wer wissen wollte, in welche Richtung die europäische Gesellschaft gerade driftet, der musste nicht lange nach einer Antwort suchen: Drei junge Männer mit Sonnenbrille hatten sich am Samstagabend vor dem Haus des Deutschen Gewerkschafts-Bundes (DGB) in Frankfurt am Main versammelt. Sie hielten ein Schild hoch, auf dem stand: »Nein zu Faschos, nein zu Gewalt, nein zur Antifa.« 50 Gegendemonstranten standen ihnen gegenüber, kaum weniger Polizisten dazwischen.

Nun mochte der Protest dieser drei Sonnenbrillenträger zahlenmäßig ebenso harmlos erscheinen wie ihre Botschaft. Jedoch steckte Düsteres hinter der Fassade: Denn mit dem Slogan, sich gleichzeitig gegen Rechts wie gegen Links zu wenden, also jegliche politische Lagerbildung abzulehnen, waren sie der sogenannten Querfront-Bewegung zuzurechnen - und gehören damit zu jenem Wust an neuen rechtsorientierten Bewegungen, welche die Alternative für Deutschland (AfD) gerade unter ihre Fi...


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