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Esszimmertisch beruflich genutzt: Steuerlich nicht geltend zu machen

Wer den heimischen Esszimmertisch beruflich nutzt, kann die Kosten für die Möbel nicht in jedem Fall von der Steuer absetzen.

Der Anteil der beruflichen Nutzung müsse mindestens zehn Prozent der Zeit ausmachen, heißt es in einem am 17. März 2016 veröffentlichten Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az. 6 K 1996/14).

Damit wiesen die Richter die Klage eines Unternehmers gegen sein Finanzamt ab. Das Finanzamt hatte es abgelehnt, die Kosten für einen Nussbaumtisch und sechs weiße Lederstühle von knapp 10 000 Euro als Betriebsausgaben anzuerkennen und den Abzug der Umsatzsteuer zu gestatten.

Der Kläger argumentierte, er könne nur an dem Tisch im Esszimmer Pläne und Akten bearbeiten und Besprechungen abhalten, denn sein Büro und sein Schreibtisch seien zu klein dafür. Die Essgruppe werde zu mindestens drei Siebteln beruflich genutzt.

Die Richter waren der Ansicht, dass auch jene Zeit als Privatnutzung zu sehen ist, in der der Tisch überhaupt nicht verwendet wird. Nach ihrer Rechnung entfielen nur 2,9 Prozent der Zeit auf eine unternehmerische Nutzung - zu wenig, um das steuerlich zu berücksichtigen

Ein Rechtsmittel wurde nicht zugelassen. Der Kläger kann nur eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesfinanzhof einlegen. dpa/nd

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