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Datenspione im Keller?

Digitale Stromzähler

Eine durch die zunehmende Vernetzung nicht mehr kontrollierbare Datenflut rührt an der informationellen Selbstbestimmung des Verbrauchers. Auch im Wohnbereich nimmt die Digitalisierung zu. Kritiker sehen durch sogenannte intelligente Stromzähler die Gefahr einer »Zwangsdigitalisierung durch die Kellertür« und einen Eingriff in die Grundrechte.

Die Idee leuchtet ein: Gibt es nachts große Stromüberschüsse, wird Energie preisgünstig an private Haushalte verkauft. Man könnte etwa die Kühltruhe auf minus 25 Grad Celsius herunterkühlen. Tagsüber, wenn der Strom teuer ist, braucht sie kaum Strom. Erst wenn die Temperatur auf minus 18 Grad Celsius ansteigt, ordert der digitale Zähler wieder Strom. Das ist noch Zukunftsmusik, denn vollautomatisch gesteuerte Stromlieferungen und tageszeitabhängige Tarife der Versorger stehen hier noch nicht zur Verfügung.

Trotzdem sollen intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, bereits ab 2017 für Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 6000 Kilowattstunden im Jahr Pflicht werden. Alle anderen Haushalte sollen schrittweise bis 2020 folgen. Stadtwerke, Netzbetreiber und Vermieter können nach eigenem Ermessen die Installation »intelligenter« Stromzähler veranlassen. Ein Recht von Mietern auf Zustimmung oder Ablehnung ist nicht vorgesehen. Nachd...


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