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Stupendes Subjekt

Der Komponist Friedrich Goldmann wäre 75

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Frieder«, wie Freunde ihn nannten, schien, so er auftauchte und etwa erzählte, dass er Wieland gelesen hätte und mit Heiner Müller getrunken, immer im Blickpunkt. Eine Figur, befreundet mit Paul Dessau und Friedrich Schenker, die ausstrahlte, intellektuell anregte, felsenfest in ihren Maßstäben und dem Wandel gegenüber aufgeschlossen. Erst recht schätzte seine Mitwelt, was er als Komponist und Dirigent vorwies. Seine 1. Sinfonie von 1971 ist ein Geniestreich, und jeder, selbst seine Opponenten (Gegner, Neider, Erschrockene hatte er auch unter seinesgleichen) bemerkten das. Hier sei ein stupendes Subjekt am Werke, murmelte es. Anders im zwischenmenschlichen Bereich. Saß vor ihm mehr als eine Person, haderte er gelegentlich mit sich, zurückhaltend und freundlich zu sein. Er konnte sich in Rage reden und schonte anders Komponierende, anders Denkende keineswegs.

Geschult an Boulez, Stockhausen, Maderna, Nono, sah Goldmann früh die Mög...


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