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Probleme einer angepassten Jugend

Beim Blick auf die Ergebnisse der neuesten Sinus-Jugendstudie erscheinen die Teenager in Deutschland als unpolitische Generation. Doch ganz so einfach ist es nicht

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Alle vier Jahre gibt die Sinus-Studie Einblick in Gedanken der 14- bis 17-Jährigen. Laut der neuesten Untersuchung sind die Heranwachsenden ziemlich pragmatisch. Sind die Jungen also einfach nicht mehr rebellisch genug?

Im Standardrepertoire der größten Mythen des Alltags befindet sich ein Satz, den wahrscheinlich niemand mag, der aber trotzdem in unterschiedlicher Variation ständig wiederkehrt: Früher war alles besser. Besonders gerne leiten mittelalte Journalisten ihre Artikel mit dieser scheinbar weisen Erkenntnis ein, wenn sie mal wieder über die angeblich unpolitische junge Generation schreiben.

Seit 2008 laufen die Medienvertreter dabei alle vier Jahre zur Hochform auf, denn dann präsentieren der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, die Bundeszentrale für politische Bildung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung die neueste Sinus-Studie. Im Gegensatz zur ebenfalls alle vier Jahre erscheinenden Shell-Jugendstudie ist diese soziologische Untersuchung im Sinne der Statistik nicht repräsentativ, weil nur 72 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren dafür befragt werden. Die langen und persönlichen Interviews erlauben Forschern aber einen gu...


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