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Wirklichkeit auf den Kopf gestellt

Von den griechischen »Hilfspaketen« profitiert vor allem das internationale Finanzkapital, meint Winfried Wolf

  • Von Winfried Wolf
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Drei aktuelle Meldungen aus Griechenland kommen einem bekannt vor. Athen solle demnächst »eine weitere Tranche aus dem gegenwärtig laufenden Kreditprogramm erhalten«. Es gebe sodann im Land einen »Rückstand bei der Umsetzung der vereinbarten Reformmaßnahmen«. Und: »Tausende deutsche, französische und andere Beamte« würden nach Athen entsandt, »um Teile der griechischen Verwaltung zu reformieren«. Guckt man sich diese Meldungen etwas genauer an, so stellt man fest: Mit ihnen wird gesellschaftliche Realität verborgen, teilweise geht es um das Gegenteil des Berichteten.

Beginnen wir mit der zuletzt zitierten Nachricht. In den kommenden Wochen sollen rund 2700 Beamte aus anderen Ländern der Europäischen Union - viele davon aus Deutschland - nach Griechenland entsandt werden. Es geht dabei jedoch so gut wie ausschließlich um die Umsetzung des Menschenhandels, den Berlin und Ankara kürzlich vereinbart haben. Es ist schon fatal: Da verla...


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