Rente mit 70: Jeder Fünfte stirbt vorher

Besonders Geringverdiener mit schlechten Aussichten

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nicht nur, dass die geforderte Erhöhung des Renteneintrittsalters für viele eine Kürzung darstellt: Fast 22 Prozent aller Bürger werden nicht älter als 70. Dies zeigen aktuelle Zahlen.

Immer wieder bringen vor allem Unionspolitiker und Wirtschaftsverbände die Rente mit 70 ins Spiel. Erst in der vergangenen Woche hatte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Ohne es direkt zu formulieren, kann man Schäubles Worte als Plädoyer für die Rente mit 70 verstehen. Eine Antwort der Bundesregierung auf Nachfrage der LINKEN-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann zeigt nun, dass mehr als jeder fünfte Beschäftigte nichts mehr von der Rente hätte, weil er nicht alt genug wird.

Aus dem Schreiben des Bundesinnenministeriums, das »nd« vorliegt, geht hervor, dass zwischen 2005 und 2014 fast 16 Prozent aller Verstorbenen höchstens 65 Jahre alt waren. Rund 22 Prozent waren 70 Jahre oder jünger. In den ersten Jahren ihres Rentenalters erliegen gerade Geringverdiener den häufigsten Todesursachen Herzinfarkt und Krebs. »Viele Menschen sterben heute...


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