Gedenken gegen den Stress

Der Workers’ Memorial Day steht diesmal im Zeichen der Überlastung

  • Von Jörg Meyer und Alexander Isele
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Alljährlich gedenken die Gewerkschaften weltweit der durch Arbeit getöteten und erkrankten KollegInnen.

Düsseldorf, 11. April: Eine mobile Betonpumpe kippt um und erschlägt zwei Arbeiter. Ein dritter stürzt in einen Kellerschacht und wird schwer verletzt. Santa Marta, Kolumbien, 14. April: Während ein Sicherheitsmann einen Geldautomaten auffüllt, wird er von einem Räuber erschossen. Zürich, 20. April 2016: Als ein Ausflugsschiff auf dem Zürichsee mit großer Wucht gegen die Anlegestelle Küsnacht prallt, werden neun Fahrgäste verletzt. Unter Deck erleidet ein Besatzungsmitglied in der Küche schwere Verbrennungen.

Alljährlich erinnern Gewerkschaften mit dem »Workers’ Memorial Day« an die Toten, an verletzte und an erkrankte KollegInnen. Während der 28. April in mehreren Ländern offizieller Gedenktag ist, ist er in Deutschland noch eher unbekannt. Seit dem Jahr 2011 ruft die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) jährlich dazu auf. Für den Donnerstag ist ein Gottesdienst in der Berliner Gedächtniskirche geplant, für zwölf Uhr mit...


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