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Solidarität ist nicht verboten

Sebastian Bähr über das neue Feindbild Flüchtlingshelfer

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: 1 Min.

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Flüchtlinge müssen die riskanten Wege auf sich nehmen, solange es keine legalen Möglichkeiten gibt, nach Europa einzureisen. Es werden sich nicht alle Aktivisten damit zufrieden geben, die humanitären Lücken zu schließen.

Sie retten Flüchtlinge aus dem Mittelmeer, leisten Erstversorgung, wenn staatliche Behörden meilenweit entfernt oder desinteressiert sind, verteilen ehrenamtlich Essen oder dokumentieren Menschenrechtsverletzungen. Einige entschließen sich, einen Schritt weiter zu gehen, und die Flüchtlinge bei ihrem Wunsch, die Mauern der Festung Europas zu überwinden, zu unterstützen - wenn nötig, auch illegal. Diese gelebte Solidarität mag förmlich verboten sein, doch ist sie politisch wie moralisch verständlich.

In anderen Zeiten haben ausländische Flüchtlingshelfer Preise gewonnen. Heute wird gegen sie gehetzt und ihre Arbeit kriminalisiert. Vor allem in Griechenland, aber auch in anderen EU-Staaten werden die Aktivisten von Regierungen und Medien für Verzweiflungstaten der in Lagern eingepferchten Flüchtlinge verantwortlich gemacht. Die ausländischen Helfer sind aber nicht für die Grenzstürmungen, die vom Tränengas hustenden Kinder und die zahlreichen Toten verantwortlich. Auch die als Feindbild aufgeblähten Schlepperbanden sind nicht die Hauptschuldigen. Flüchtlinge müssen die riskanten Wege auf sich nehmen, solange es keine legalen Möglichkeiten gibt, nach Europa einzureisen. Es werden sich nicht alle Aktivisten damit zufrieden geben, die humanitären Lücken zu schließen, welche die Abschottungspolitik der EU bewusst produziert hat.

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