Es ist herrlich zu leben in Berlin

Vor 30 Jahren trat das Rockmusical »Linie 1« am Grips-Theater seinen Siegeszug an

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

So sie noch lebten, hätten die Wilmersdorfer Witwen Grund zum Feiern: An diesem Sonnabend geht die 1723. Vorstellung des Stücks im Grips-Theater am Hansaplatz über die Bühne. Dreißig Jahre nach der Uraufführung von »Linie 1«.

Leben eigentlich die Wilmersdorfer Witwen noch? Wahrscheinlich nicht. Jedenfalls nicht die realen Vorbilder jener schwarz behüteten Schreckschrauben, die Grips-Theater-Gründer Volker Ludwig 1986 in seinem Musical »Linie 1« in den Untergrund schickte. Deren »Gatten hatten hohe Posten in Wehrmacht, Staat, Justiz« - mithin müssten die realen Café-Kranzler-Schrapnellen heute mindestens hundert sein. Mit braunem Geifer und schwarzen Handtaschen hatte Ludwig die paramilitärische Oma-Gang damals in den Nahverkehrskampf stürzen lassen, um für »Sauberkeit und Disziplin« zu sorgen, denn: »Berlin erstickt vor Türken und Asylantenpack. Nur eins kann da noch wirken: Knüppel aus dem Sack! … Wie vor fünfzig Jahren, schnedereng, schedereng, schnedereng teng teng.«

So sie noch lebten, hätten die Wilmersdorfer Witwen allen Grund zum Feiern, wenn an diesem Sonnabend - auf den Tag genau dreißig Jahre nach der Uraufführung von »Linie 1« - die 1723. Vo...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 840 Wörter (5493 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.