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Unheilvolle Allianz

Simon Poelchau über den Rücktritt des Aufsichtsratsmitglieds und Chefaufklärers der Deutschen Bank, Georg Thoma

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Gerne versucht sich die Deutsche Bank als ein Konzern darzustellen, der sich vom Saulus zum Paulus gewandelt hat. So richtig in Bild passt der Rücktritt des Aufsichtsratsmitglieds Georg Thoma da nicht.

Der hat das Handtuch geworfen, weil seine Kollegen um Aufsichtsratschef Paul Achleitner eine unheilvolle Allianz gegen ihn gebildet hatten. Denn Thoma war für die Aufklärung der vielen Skandale der Bank wie die Manipulation diverser Zinssätze zuständig und nahm den Job offenbar sehr ernst. Die Konzernspitze will aber allen Sonntagsreden zum Trotz lieber doch nicht so genau wissen, wie die Gewinne der Vergangenheit zustande kamen. Damit bestätigt sich das Bild so manch eines Kapitalismuskritikers, dass das Versprechen der Bank, die Vorgänge aufzuklären, nichts anderes als PR und die Profitmaximierung das allem übergeordnete Ziel ist - das intern zuweilen auch mal über dem Gesetz steht.

Doch ob die Deutsche Bank damit so gut fährt, ist äußerst fraglich. Schließlich verhagelten ihr die milliardenschweren Rückstellungen für die diversen juristischen Skandale vergangenes Jahr die Bilanz. Zumindest sollte die Bank - wie jeder clevere Kriminelle auch - sich in Zukunft besser überlegen, wie man nicht so schnell erwischt wird.

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