Deutsche Banken prellen Fiskus um Milliarden

Cum/Cum-Geschäft: Steuertrick geht zu Lasten der öffentlichen Haushalte / Auch teilverstaatlichte Commerzbank bei fragwürdigen Aktiengeschäften dabei / Grüne: Das kann nicht legal sein

Berlin. Deutsche Banken haben Investoren dabei geholfen, mithilfe eines Steuertricks Milliardensummen zu sparen - zu Lasen der öffentlichen Haushalte. Die Kosten für den Fiskus betrügen seit 2011 rund fünf Milliarden Euro, berichten der Bayerische Rundfunk und das »Handelsblatt«. Sie beriefen sich auf vertrauliche Unterlagen, die sie mit dem New Yorker Recherchebüro ProPublica und der »Washington Post« auswerten.

Dabei habe es sich um komplizierte Leihgeschäfte mit Wertpapieren gehandelt, in deren Ergebnis Investoren und Banken Kapitalertragssteuern einsparten. Der Steuertrick, der zur Anwendung kam, heißt im Branchenjargon Cum/Cum-Geschäft: Kurz vor der Auszahlung der Dividende verleihen ausländische Aktionäre ihre deutschen Aktien an inländische Banken. Versteuert werden muss die Dividende von allen Aktionären, doch inländische erhalten für die volle Summe eine Gutschrift, ausländische nur für einen Teil davon. Dank des Leihgesc...

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