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Platini tritt nach CAS-Entscheidung als UEFA-Chef zurück

Internationaler Sportgerichtshof bestätigte zuvor im Kern die Sperre durch die FIFA / Platini will vor Schweizer Gerichten weiter gegen Sanktion vorgehen

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Die Europameisterschaft ab Juni in Frankreich wird sich der ehemalige Weltklassespieler vor dem Fernseher anschauen müssen - als UEFA-Präsident hätte er sich vier Wochen im Glanz des Turniers feiern lassen können.

Lausanne. Der UEFA-Präsident Michel Platini ist im Kampf um die Aufhebung seiner Sperre gescheitert und tritt daher von seinem Amt zurück. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne reduzierte zwar die von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA verhängte Sanktion gegen den Franzosen am Montag von sechs auf vier Jahre. Dennoch verkündete Platini (60) über seine Anwälte umgehend seinen Rückzug. Zugleich kündigte er an, vor Schweizer Zivilgerichten gegen die Entscheidung des CAS, die Sperre gegen ihn im Kern zu bestätigen, vorgehen zu wollen.

»Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, erachte sie allerdings als große Ungerechtigkeit. Die Dauer der Sanktion verhindert es auch, bei der nächsten Wahl zum Präsidenten der FIFA zu kandidieren«, teilte Platini über seinen Anwalt mit: »Wie mit den nationalen Verbänden vereinbart, trete ich von meinem Amt zurück, um nun vor den Schweizer Gerichten den Kampf für Gerechtigkeit voranzutreiben.«

Zum Verhängnis wurde Platini eine dubiose Zahlung von 1,8 Millionen Euro, die er im Jahr 2011 von der FIFA angeblich für lange zurückliegende Dienste erhalten hatte. Zusammen mit dem UEFA-Chef war auch Ex-FIFA-Boss Joseph S. Blatter (80) aus dem Verkehr gezogen worden. Dessen Einspruch gegen eine Sechsjahressperre wird zu einem noch nicht bestimmten Zeitpunkt verhandelt.

Beide pochen auf einen mündlichen Vertrag aus der Zeit um die Jahrtausendwende, der die Zahlung legitimiert. Die FIFA-Ethikkommission, die ursprünglich sogar eine achtjährige Sperre verhängt hatte, sah das anders - auch wenn für den Vorwurf der Bestechung und Korruption nicht genügend Beweise vorliegen würden.

Platini, der unter anderem dreimal hintereinander zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde (1983 bis 1985) war von 2007 an UEFA-Präsident. Im Dezember 2015 sperrte die FIFA-Ethikkommission ihn für alle Ämter im Fußball für acht Jahre . Ende Februar 2016 lehnte sie sie Platinis Einspruch ab, reduzierte die Sperre allerdings um zwei auf sechs Jahre. Agenturen/nd

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