Kenia hat das Rohr voll

Öl-Pipeline durch Nachbarland Tansania erbost Nairobi und sorgt für Ärger in der Ostafrikanischen Gemeinschaft

  • Von Andreas Bohne
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Beim geplanten Bau einer Ölpipeline treten regionale Spannungen und Verwirrungen in der Ostafrikanischen Gemeinschaft zutage.

Von außen betrachtet, vermittelt die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) oftmals ein geschlossenes Bild. Schritte zur Integration sind vereinbart, mit dem krisengeschüttelten Südsudan wurde erst kürzlich ein sechster Staat aufgenommen, wirtschaftliche Daten lassen die Gemeinschaft als agilsten afrikanischen Wirtschaftsraum erscheinen. Dennoch bildete sich in den vergangenen Jahren eine interne »Koalition der Willigen« heraus. Uganda, Ruanda und Kenia haben den tri-lateralen Integrationsprozess und große Infrastrukturprojekte oftmals einseitig vorangetrieben und somit die Mitglieder Burundi und Tansania brüskiert. Jetzt ist etwas Sand ins Getriebe zwischen den Partnern Uganda und Kenia gekommen. Tansania ist daran nicht unschuldig und so entstehen verstärkt Spannungen, Verwirrungen und Verwicklungen.

Mit den Ölvorkommen am Lake Albert sieht sich Uganda bereits auf dem Weg zum nächsten Ölstaat. Entsprechend treibt der ugandische Präs...


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