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Vom Tabakarbeiter zum »König von Hamburg«

Der Gewerkschafter, Genossenschafter und Sozialdemokrat Adolph von Elm prägte um 1900 die Hansestadt - vor 100 Jahren starb er

  • Von Reinhard Schwarz, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Adolph von Elm kann als Theoretiker der jungen Gewerkschafts- und Genossenschaftsbewegung gelten. Nun gibt es eine Biografie über den fast vergessenen Sozialdemokraten, der vor 100 Jahren starb.

»Der Junge wird keine 30 Jahre«, musste er im zarten Jünglingsalter ungewollt im Elternhaus mithören. Diese Prophezeiung erfüllte sich nicht: Adolph vom Elm, Tabakarbeiter aus verarmten Adel, starb 1916 vor nunmehr 100 Jahren. Er wurde mit 59 Jahren fast doppelt so alt wie ihm vorausgesagt wurde.

Heutzutage ist von Elm so gut wie vergessen, doch er schuf ein gewerkschaftliches und genossenschaftliches Imperium, dessen Spuren bis in die heutige Zeit nachwirken. Mindestens drei Straßen und Wege sowie eine Wohnsiedlung sind in Hamburg nach von Elm benannt worden. Burchard Bösche, Rechtsanwalt, Sozialdemokrat und Leiter des Hamburger Genossenschaftsmuseums, hat Ende 2015 die erste Biografie von Elms vorgelegt. »Der ungekrönte König von Hamburg« lautet ihr Titel.

Diesen Ruf als »ungekrönter König« der Hansestadt erwarb sich von Elm im erbittert geführten Hafenarbeiterstreik Ende 1896. Rund 18 000 Schauerleute, Kesselreiniger, Schiffsreiniger...


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