TTIP tötet Tierschutz

USA wollen in Verhandlungen zum umstrittenen Freihandelsabkommen mit der EU an Tierversuchen festhalten

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit 2013 dürfen Kosmetika in der EU nicht mehr an Tieren getestet sein. Doch das Verbot könnte fallen: Die USA plädieren in den TTIP-Verhandlungen für Tierversuche.

Tierschützer werden sich noch gut erinnern: Im März 2013 trat die letzte von drei Stufen der EU-Kosmetikrichtlinie in Kraft. Seitdem dürfen innerhalb Europas weder Shampoos, noch Lippenstifte und Hautcremes über die Ladentheke gehen, die zuvor an Tieren getestet wurden. Bereits seit 2009 erhalten Inhaltsstoffe keine Freigabe mehr, die zuvor an Tieren getestet wurden. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel: Wird ein Stoff nicht nur in Kosmetika verwendet, muss er weiterhin an Tieren getestet werden. Und auch ohne Tests für neue Kosmetikprodukte bleibt die Zahl der Versuchstiere hoch: Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 2,8 Millionen Tiere in Laboren.

Dennoch bedeutete die EU-Richtlinie für Tierschützer nach Jahrzehnten intensiver Kampagnenarbeit einen Etappensieg, die umstrittenen Tests komplett abzuschaffen. Nun droht ein herber Rückschlag: Anders als die EU wollen die USA auch weiter an den umstrittenen Tests für Kosme...


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