Schneller auf Youtube als im OP

Immer öfter behindern Schaulustige die Rettungsarbeiten von Polizei und Feuerwehr - die Politik macht mobil

  • Von Doreen Fiedler, Mainz
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Schaulustige blockieren an Unfallstellen immer wieder die Retter - und gefährden das Leben der Opfer. Was bloß tun? Die Politik will nun Gesetze verschärfen.

Eine Frau liegt in der Mainzer Innenstadt auf dem Boden, eine Straßenbahn hat ihr das Bein abgetrennt. Schaulustige strömen herbei, zücken ihre Smartphones und halten ungeniert drauf. »Die Menschen mussten richtig zur Seite gedrängt werden, weil sie die Rettungskräfte behindert haben«, beschreibt Achim Hansen vom Polizeipräsidium Mainz das Geschehen. »Die Frau war schneller auf Youtube als auf dem OP-Tisch.«

Solche Szenen voller Rücksichtslosigkeit bereiten derzeit Polizisten, Notärzten und Feuerwehrleuten in ganz Deutschland Kopfzerbrechen. »Es gibt ein neues Denken. Die Menschen schauen nicht nur für ihre eigene Neugier, sondern sie nehmen Fotos und Videos auf, um zum Geschichtenerzähler zu werden - auf Kosten der Opfer«, sagt Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Dabei gehe es bei schweren Verkehrsunfällen oft um Leben und Tod.

Die Politik versucht den Gaffern mit einem schärferen Gesetz be...

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