Robert Andreasch 18.05.2016 / Bewegung

Rabatz gegen das Verdrängen

Antifaschistische Gruppen klagen das Schweigen zu Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger auf Kreta an

Das oberbayerisch-österreichische Antifa-Bündnis »Rabatz« kämpft schon seit Jahren gegen die »Bad Reichenhaller Zustände«. Doch laut der Gruppe herrsche weiterhin ein »aktives Verdrängen« im Ort vor.

Vor 75 Jahren, am 20. Mai 1941, griff die deutsche Wehrmacht die griechische Insel Kreta an. Bis zum Ende der Besatzung am 9. Mai 1945 ermordeten deutsche Fallschirmjäger und Gebirgsjäger über 3500 Zivilistinnen und Zivilisten und zerstörten mindestens 30 Dörfer. Bis heute weigert sich die Bundesrepublik, die Opfer zu entschädigen und die griechischen Reparationsforderungen zu erfüllen.

Der Dortmunder Historiker Ralph Klein forscht über die Verbrechen der Gebirgsjäger. Bei einem Hearing der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des antifaschistischen »Rabatz«-Bündnisses im überfüllten Kurgastzentrum von Bad Reichenhall berichtete er am Samstag über die Beteiligung der Bad Reichenhaller Gebirgsjäger an den Gräueltaten in Griechenland. Zu der Tagung reiste auch Aristomenis Syngelakis vom »Nationalrat für die Entschädigungsforderungen Griechenlands« an. Er erinnerte an den antifaschistischen Widerstand der kretischen Bevölkerung, die sadistisc...

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