Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Block 1 im Atomkraftwerk Fessenheim abgeschaltet

Panne im nuklearen Anlagebereich / Block 2 läuft weiter / Ältestes AKW Frankreichs soll Ende 2016 stillgelegt werden

Nach einer Mitteilung des Betreibers vom Mittwoch an das Regierungspräsidium Freiburg gab es im französischen AKW Fessenheim eine Störung im nuklearen Anlagenbereich. Block 1 wurde darum abgeschaltet.

Fessenheim. Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim ist wegen einer Störung Block 1 abgeschaltet worden. Nach einer Mitteilung des Betreibers EDF vom Mittwoch an das Regierungspräsidium Freiburg gab es eine Störung im Kreislauf des nuklearen Anlagenbereichs. Der Block wurde am Mittwoch um 18.30 Uhr angeschaltet. Das habe keine Auswirkung auf die Sicherheit und die Umwelt, könne aber zur Freisetzung von nicht radioaktivem Wasserdampf führen, teilte der Energieversorger mit. Block 2 des Atomkraftwerks laufe weiter.

Fessenheim im südlichen Elsass ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs. Es liegt direkt am Rhein an der Grenze zu Baden-Württemberg. Beim Stresstest für Atomanlagen 2012 sahen Fachleute unter anderem Mängel bei der Prüfung von Erdbeben- und Flutgefahren. Ein Gutachten stufte Fessenheim als »sicherheitstechnisch unzureichende Anlage« ein.

Nach neuer Kritik aus Deutschland bekräftige im März die französische Ministerin für Wohnen und nachhaltige Wohnquartiere, Emmanuelle Cosse, dass das Atomkraftwerk Fessenheim noch in diesem Jahr geschlossen werde. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Energieministerin Eveline Lemke (Grüne) hatten zuvor nach Berichten über Störfälle in Fessenheim in einem Brief an Hollande die »sofortige Abschaltung der Hochrisiko-Atomkraftwerke Fessenheim und Cattenom« gefordert. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln