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Neandertaler-Erbe verschwand beinahe spurlos

Studie zeigt: Die urzeitliche Besiedlung Europas verlief komplizierter als bislang angenommen. Von Martin Koch

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Kaum eine andere Wissenschaft verändert sich so rasch wie die Paläoanthropologie. Hier von gesicherten Erkenntnissen zu sprechen, ist immer ein Wagnis. Und das gilt nicht nur für die Jahrmillionen zurückliegende Geschichte der Vor- und Frühmenschen in Afrika, sondern auch für die viel später erfolgte Besiedlung Europas durch den Homo sapiens.

Nach vorherrschender Auffassung erreichte der anatomisch moderne Mensch - von Afrika kommend - vor etwa 45 000 Jahren den europäischen Kontinent. Dort traf er auf den Neandertaler, der zu jener Zeit bereits über 100 000 Jahre in Europa gelebte hatte und mithin gut an das unwirtliche Eiszeitklima angepasst war. Dennoch dauerte es nur wenige Jahrtausende, bis die Neuankömmlinge aus Afrika die heimischen Neandertaler vollständig verdrängten. Danach übernahm der Homo sapiens den Kontinent und überstand dabei selbst die kälteste Phase der letzten Eiszeit, bei der große Teile Europas unter einer Ei...


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