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Einer lenkt ab, einer greift zu

Prozessauftakt gegen eine international operierende Diebesbande

  • Von Peter Kirschey
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Zwei Männer und eine Frau stehen vor Gericht - sie sollen der Kopf einer international agierenden Bande von Taschendieben sein, die zwischen 2013 und 2014 in Berlin ihr Unwesen trieben.

Ihre Heimat ist die ostrumänische Stadt Iasi. Dort leben sie mit ihren Familien in Elendsvierteln - in zerfallenen Hütten, in Dreck und Elend, ohne jemals Chancen auf ein menschenwürdiges Leben zu haben. Das entschuldigt nichts, erklärt vieles. Die Drei - 41, 42 und 21 Jahre alt, zählen als Roma zu den Ausgestoßenen, sie werden in ihrer Heimat diskriminiert und verfolgt. Als möglichen Ausweg aus der prekären Lage haben sie ein Geschäftsmodell entwickelt, mit dem sie ihre weit verzweigte Familie mit dem Lebensnotwendigsten versorgen können. Zuhause »bildeten« sie ihre Kinder, Enkel, Neffen und Cousins zu Dieben aus, um sie dann quer durch Europa zu schicken. Insgesamt 79 Personen gehören zum Täterkreis und zum Familienclan, nach und nach wird ihnen in den kommenden Monaten der Prozess gemacht.

Die drei Angeklagten sollen die Strippenzieher gewesen sein. Sie waren nicht nur die Ausbilder, sie haben ...


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