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Der falsche Mike und der säumige Andreas

Der hessische NSU-Ausschuss lud verdächtige Polizisten, versteht sich aber keinesfalls als Ermittlungsbehörde

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wenn schon die Ermittler ihren Job nicht ordentlich erledigen, so sollten Untersuchungsausschüsse sich nicht scheuen, dem NSU-Verbrechen auf den Grund zu gehen. In Hessen ist das offenbar anders.

Dieser Hermann Schaus von der LINKEN kann schon nerven. Immer wieder. Er findet, das sei seine Pflicht, denn der Untersuchungsausschuss soll ja klären, wie es möglich war, dass die mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe 13 Jahre im Untergrund leben und morden konnten.

Am Freitag waren ein ehemaliger Polizeikommissar - Carsten C. - und ein noch aktiver Oberkommissar - Mike R. - vor den Ausschuss geladen. Dienstherr der beiden war oder ist das Polizeipräsidium Nordhessen. Die Beamten sollen Kontakte zu »Blood&Honour« unterhalten haben. Dieses globale, militante Neonazinetzwerk, das auch die drei untergetauchten NSU-Leute unterstützte, und den terroristischen Untergrundkampf von Kleinstgruppen propagiert, war hierzulande im Jahr 2000 verboten worden.

In Hessen ist vor allem der Mord an Halit Yozgat aufzuklären. Der war 2006 in seinem Kasseler Internetcafé vermutlich vom NSU umgebracht wor...


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