Berlin tat lange nichts gegen Panama

Fiskus kennt keine unkooperativen Steueroasen

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Aufregung war groß, als Anfang April die »Süddeutsche Zeitung« zusammen mit einem internationalen Journalistenkonsortium im Rahmen der »Panama Papers« aufdeckte, wie Prominente mit Hilfe der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca Geld in Briefkastenfirmen verstecken. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kündigte flugs einen Plan gegen Steuerbetrug und Geldwäsche an. Dabei schaute die Bundesregierung lange Jahre tatenlos der Steuerhinterziehung mit Hilfe von Steueroasen zu, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen zeigt.

So gibt es seit 2009 das sogenannte Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetz. Dies besagt, dass Bürger, die in »unkooperativen« Ländern Geschäfte machen, verstärkt mit den Finanzämtern zusammenarbeiten müssen. Ansonsten können sie steuerrechtlich sanktioniert werden, zum Beispiel indem ihnen bestimmte Ausgaben nicht anerkannt werden. Die Krux an der Sache: Bisher gilt für den deutsch...


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