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»Fritz Bauer« gewinnt Lola

Deutscher Filmpreis

Der Justizthriller »Der Staat gegen Fritz Bauer« hat am Freitag die goldene Lola als bester deutscher Spielfilm gewonnen. Damit war das Drama über den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer der große Gewinner bei der Verleihung des 66. Deutschen Filmpreises. Das bereits vorab als Favorit gehandelte Werk über die schleppende Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen in der Nachkriegszeit bekam neben der Lola noch fünf weitere Preise.

Ronald Zehrfeld (39) wurde von der Deutschen Filmakademie für seine Rolle als Bauers engster Mitarbeiter mit der Lola als bester Nebendarsteller geehrt.

Ein beim Massenpublikum beliebter Film ging bei der Preisverleihung leer aus: David Wnendts Hitler-Satire »Er ist wieder da«. Rund 2,5 Millionen Menschen sahen die Komödie, die auch für den Hauptpreis nominiert war, im Kino. »Der Staat gegen Fritz Bauer« hatte nach Angaben des Verleihs nur rund 270 000 Zuschauer.

Die Silberne Lola in der Kategorie »Spielfilm« ging an Thomas Stubers Drama »Herbert«. Hauptdarsteller Peter Kurth nahm für seine Rolle des an ALS erkrankten Ex-Boxers Herbert auch die Trophäe als bester Hauptdarsteller entgegen. Die Bronze-Lola holte das junge Team des in der Jugendpsychiatrie spielenden Dramas »4 Könige« um Regisseurin Theresa von Eltz.

Tom Tykwers Romanverfilmung »Ein Hologramm für den König« mit Tom Hanks bekam nur zwei Preise in Nebenkategorien. Keine Auszeichnung gab es für Doris Dörrie und ihren Film »Grüße aus Fukushima«.

Im nächsten Jahr wird dann wohl Maren Ades in Cannes gefeierte, aber ohne Preis gebliebene Komödie »Toni Erdmann« Lola-Anwärterin sein. dpa/nd

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