Das Bild bleibt kleben

Ellen Wesemüller erklärt, warum der Tortenwurf auf Sahra Wagenknecht eine Debatte über ihre umstrittenen Positionen in der Asylpolitik eher verhindert als befördert

  • Von Ellen Wesemüller
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Um dem braun-roten Bild entgegenzuwirken, das ein Tortenwerfer auf dem LINKEN-Parteitag verursacht hat, muss sich die Partei schützend vor linke Inhalte stellen, nicht vor Sahra Wagenknecht.

Nicht nur Torten bleiben im Gesicht kleben. Auch Bilder bleiben, wie das von Sahra Wagenknecht, die vormals ein rotes Kostüm trug und der nun braune Tortencreme vom Gesicht tropft. Erst rot, dann braun. Ein Wolf im Schafspelz.

Man kann an dieser Aktion einiges, wenn nicht sogar alles kritisieren: Nicht zuletzt ist es keine feministische Glanzleistung, wenn ein Mann eine Frau aus dem Hinterhalt angreift, ihr Gesicht, und sei es auch nur vorübergehend, entstellt. Dass die Aktion »asozial« gewesen sei, wie es Dietmar Bartsch formulierte, ist vielleicht eins der schlechteren Argumente. Nicht nur, weil es individuelles Verhalten statt politischer Argumente in den Vordergrund rückt, sondern auch, weil sich das Wort »asozial« von seinem Gebrauch in der NS-Zeit nicht befreien kann. Das mag Wasser auf die Mühlen der »Volkszorn«-Vermuter sein - doch die Worte sind verzeihlich, als erste Reaktion im Schock.

Im zweiten Moment wird die Pa...

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