Frühstück im Pannenflieger

Der A400M oder: Wie der Airbus-Konzern unfreiwillig Kriegseinsätze reduziert

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Auf dem Pleitenflugplatz BER in Berlin-Schönefeld läuft zur Zeit die Internationale Luft- und Raumfahrtmesse ILA. Es gibt keinen besseren Ort, um den Pleitenflieger A400M zu präsentieren.

Gewiss gibt es im Leben von Ursula von der Leyen manchen Moment, den sie lieber ungeschehen machen möchte. So einer ereignete sich am 21. Mai 2014 kurz nach 18 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie bei ihrem Rundgang über die ILA einer Begegnung mit dem A400M und den Herstellern des Militärtransporters zielstrebig ausgewichen. Dann ein Moment der Unachtsamkeit und schon saß sie auf dem Pilotensitz. Was immerhin bewies, dass es einen solchen gab in dieser Airbus-Maschine, die ein paar Wochen zuvor an die französische Luftwaffe ausgeliefert worden war. Schon damals wollte sich die Verteidigungsministerin nicht mit dem Pleitenprojekt sehen lassen. Und zwei Jahre später schickte sie Mitarbeiter ihres Hauses vor, um exakt dieselben Mängel zu beklagen wie vor zwei Jahren. Und weitere dazu.

Auf der ILA 2010 hatte die Maschine, deren Entwicklung 2003 von sieben NATO-Staaten in Auftrag gegeben worden war, ihre Messepremiere in Schönefeld. S...

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