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Lob vom Callcenter-Chef

Über den Gesetzentwurf zu Zeitarbeit und Werkverträgen freut sich nur eine Seite

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der vom Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedete Entwurf, der Lohndumping durch Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen verhindern soll, lässt den Arbeitgebern viel Spielraum.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zeigte sich am Mittwoch optimistisch: »Ich glaube, dass wir weniger ausbeuterische Werkverträge haben werden«, sagte sie in Berlin mit Blick auf den kurz zuvor vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf, der dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen einen Riegel vorschieben soll. Die »Zwei-Klassen-Gesellschaft« im Betrieb werde so zurückgedrängt, sagte Nahles. Stammbelegschaften würden weniger als bislang durch billigere Arbeitskräfte verdrängt. Wichtigste Neuerung laut Nahles ist die gesetzliche Regelung zu »Equal Pay« nach neun Monaten. »Equal Pay« bedeutet, dass Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten wie vergleichbare Stammarbeitnehmer. Der neue Gesetzentwurf lässt den Arbeitgebern aber eine Frist von neun Monaten. Solange dürfen sie die Zeitarbeiter schlechter entlohnen.

Auch in einem weiteren Punkt enttäuscht der Entwurf. So sollen Leiharbeiter bis zu 18 Monate in demse...


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