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Der Schanzenhof wird ausgeräumt

Wie in Hamburg ein neuer Eigentümer eingesessene Alternativbetriebe durch saftige Mieterhöhungen vertreibt

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im angesagten Hamburger Schanzenviertel schreitet die Gentrifizierung voran. Etliche Mieter mussten weichen, weil sie die Erhöhung von 8,50 Euro auf 14 Euro pro Quadratmeter nicht tragen konnten.

Handwerker schieben ihre Karren auf den Hof, Spanplatten in den Fenstern verdecken die Sicht in den Schanzenstern: Im hinteren Teil des Schanzenhofes sieht es so grob und unfertig aus wie an vielen Stellen des Schanzenviertels vor etlichen Jahrzehnten. Dabei markiert die kleine Bauwüste doch nur die neueste Episode in der Aufwertung des Schanzenviertels.

Das Hotel-Restaurant »Schanzenstern« zählt zu den prominentesten Opfern des Besitzerwechsels im Schanzenhof, der ein Vierteljahrhundert lang kulturelle Initiativen und Projekte beherbergte, deren Streben nicht zuerst kommerziell ausgerichtet ist. Bis 1990 stellte Montblanc hier Füllfederhalter her, dann erwarb die Stadt das Gelände. Seitdem siedelte sich der »Schanzenstern« ebenso an wie die Drogenhilfe »Palette«, das Programmkino »3001« und verschiedene Künstler auf der Suche nach günstigem Atelier- oder Übungsräumen. Größte Mieterin ist - und bleibt - die Hamburger Volkshochschu...


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