Neue Chance für Arabische Initiative

Das Angebot aus Paris trifft beide Konfliktparteien in schwieriger Aufstellung

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Israel und Palästina sind die Reaktionen auf die französische Verhandlungsrunde verhalten. Israels Regierungschef Netanjahu fordert direkte Gespräche auf Basis der Arabischen Friedensinitiative.

An einem Kontrollposten im Westjordanland, an einer viel befahrenen Straße im Zentrum Tel Avivs hat am Donnerstagmorgen nach Angaben des israelischen Militärs eine Palästinenserin versucht, einen Soldaten anzugreifen. Sie wurde erschossen. Seit Oktober wurden bei derlei Attacken 206 Palästinenser, 28 Israelis und vier Ausländer getötet.

Die Medien sind währenddessen nach der Ernennung des Rechtsaußen Avigdor Lieberman zum Verteidigungsminister auf der Suche nach dessen Verteidigungsstrategie; eine Zeitung hat extra einen Reporter nach Moldawien - in der Sowjetrepublik wurde er 1958 geboren - entsandt, um Zeitzeugen nach Liebermans dortiger Tätigkeit als Türsteher in einem Nachtclub zu befragen. Und minutiös wird aufgezeichnet, wie Jitzhak Herzog, Vorsitzender des Mitte-Links-Bündnisses Zionistische Union (ZU), versucht, Kulanu, die einzige moderate Fraktion in der Regierung von Premier Benjamin Netanjahu, zum Austritt zu bewegen.

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