Ulrike von Leszczynski 03.06.2016 / Brandenburg

Zentrum für Folteropfer braucht Hilfe

In der Moabiter Einrichtung gibt es aktuell viel zu wenige Therapieplätze für traumatisierte Flüchtlinge

Bundespräsident Joachim Gauck besuchte am Donnerstag das Behandlungszentrum für Folteropfer. Dort erwartete ihn Berührendes. Krieg, Flucht und Folter haben viele Flüchtlinge krank gemacht.

Das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer kann weiterhin nur wenigen schwer traumatisierten Flüchtlingen Therapien anbieten. Die Anfragen an das Zentrum überstiegen die Kapazitäten um ein Vielfaches, sagte Sprecherin Doris Felbinger. »Unsere Arbeit ist wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.« Am Donnerstag besuchte Bundespräsident Joachim Gauck das Zentrum.

Mehr als 60 000 Flüchtlinge leben inzwischen in der Hauptstadt. Im vergangenen Jahr nahm das Zentrum rund 500 traumatisierte Menschen in Therapieprogramme auf. Zumeist ging es um schwere psychische Leiden, die durch Kriegsgewalt, Verfolgung und Flucht ausgelöst wurden. Die meisten Patienten stammten aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien.

Krieg und Verfolgung können nach den Erfahrungen der Ärzte und Therapeuten des Zentrums tiefe seelische Verwundungen bei Flüchtlingen hinterlassen. Dazu kämen oft die riskante Flucht über das Mittelmeer und das ungewisse Warten an EU-Außengre...

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