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Vertragswut

Deutscher Bühnenverein

Der Deutsche Bühnenverein fordert angesichts der stabilen Konjunktur eine ausreichende öffentliche Finanzierung für Theater und ihre Beschäftigten. Wegen Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand sei die Zahl der Theatermitarbeiter in den vergangenen 20 Jahren um etwa 6000 auf 39 000 gesunken, sagte der Geschäftsführende Direktor Rolf Bolwin vor der Mitgliederversammlung des Vereins, die am Freitag in Kaiserslautern beginnt. Die Bühnen kämen heute vielerorts mit deutlich weniger Geld aus, vor allem wegen geänderter Tarifverträge und gekürzter Vergütungen. Bei Beschäftigten und Gewerkschaften werde die Lage kritisch diskutiert, die Rede sei von einer drohenden Überstrapazierung.
Es würden erheblich mehr Mitarbeiter nur für eine Produktion oder einen Abend engagiert, weil das billiger sei, sagte Bolwin. Vor ungefähr 20 Jahren seien es an öffentlichen Theatern 8000 Verträge im Jahr für »unständig Beschäftigte« gewesen. »Heute sind es rund 25 000.« Es sei ein Punkt erreicht, an dem sich Theater fragten, warum sie immer noch diejenigen seien, die sparen sollen. dpa/nd

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