Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Tragisches Ende des Meisterdenkers

Von Handwerkern, Professoren und der Angst, sich fürs Leben zu binden

Er wurde als viertes von neun Kindern eines Riemenmeisters geboren. Seine Mutter, die großen Wert auf Bildung legte, tat zugleich alles, um ihren Sohn streng pietistisch zu formen. Er trug all dies mit Würde und erinnerte sich noch im Alter voller Dankbarkeit an seine Eltern: Sie seien rechtschaffen und anständig gewesen und hätten ihm eine Erziehung gegeben, »die von der moralischen Seite betrachtet gar nicht besser sein konnte«. Als er acht Jahre alt war, durfte er das Gymnasium besuchen. Auch hier stand die Religion über Allem. Gottesdienste und Bibelstunden waren Teil des täglichen Unterrichts. Zwar gehörte er von Anfang an zu den besten Schülern, insbesondere im Fach Latein, gleichwohl war ihm später schrecklich zumute, wenn er an jene Zeit der »Jugendsklaverei« zurückdachte.

Nachdem er mit 16 Jahren das obligatorische Aufnahmeexamen bestanden hatte, begann er ein Universitätsstudium, das er unter anderem durch Unterricht und...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.