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Frontbericht aus Celle

Martin Leidenfrost suchte in der niedersächsischen Provinz die Spuren eines jesidisch-tschetschnischen Konflikts

  • Von Martin Leidenfrost
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Celle war Residenzstadt, Beamtenstadt und Juristenstadt, in der jüngeren Geschichte wurde das niedersächsische Juwel aber auch die Hauptstadt der Jesiden in Europa. Nach eigenen Angaben zählt diese buchlose kurdische Geheimreligion im Kreis Celle 15 000 Anhänger. Etwa zu der Zeit, als der IS die Jesiden im nordirakischen Sindschar-Gebirge auszurotten suchte, erstaunte eine Massenschlägerei die 70.000 Seelen und 400 Fachwerkhäuser von Celle: kurdische Jesiden gegen tschetschenische Muslime.

In Celle luden mich verwitterte Täfelchen von einem Dutzend protestantischer Gemeinschaften zum Gottesdienst. Das jesidische Gemeindezentrum, ein gelber Flachbau, steht »An der Koppel«. Darauf das Symbol einer ausgefransten Sonne auf rotem und grünem Kreis. Am Schauplatz, Fuhsestraße/Kirchstraße, wollte ich eine neutrale Meinung kriegen. Die nette Nachbarin von drei Häusern weiter sagte: »Man sah in dem Eckhaus immer Männer mit Bärten, wie man s...


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