Everyone's a winner

Waren Sie schon mal in einem Wettbüro? Nein? Falls es Sie während der Fußball-EM dort hinziehen sollte, haben wir für Sie schon einmal hinter die abgeklebten Fenster einer dieser Leidensorte geschaut

  • Von Jirka Grahl
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Wie geht es zu an einem Ort, an dem es von Spielsüchtigen, Russenmafiosi und anderen Unterweltlern nur so wimmeln soll? Wo Glückspilze in Sekundenschnelle das große Geld machen. Oder kleine Vermögen verspielen. Wir haben uns umgeschaut. Und gelernt: 1.: Wer Sport zu ernst nimmt, verliert. 2.: Wer fast gewonnen hat, sichert ab! Und 3.: In Wettbüros trinkt man nie, nie Kaffee! Aber der Reihe nach.

Die Vorauswahl: In Berlin kein Problem: 291 Sportwettbüros soll es in der Stadt geben, wir wählen via Google eines in Friedrichshain-Kreuzberg aus. 35 hat allein dieser Bezirk, übertroffen nur von Mitte und Neukölln mit jeweils 67. Wir wollen live auf ein Fußballspiel wetten. Da die Saison fast vorbei ist, bleibt uns nur noch die Relegation zur zweiten Bundesliga: MSV Duisburg gegen Würzburger Kickers - die Vorfreude hält sich in Grenzen. Mein Kollege Jan hat sich von seinem Cousin Tipps geben lassen: Er will auf Duisburg setzen, die Quote verspricht mehr Gewinn, nachdem Würzburg das erste Hinspiel gewonnen hat. Ich auch, weil mein polnischer Freund Thomas so an den Zebras hängt. Er ist dort groß geworden, er sagt immer, das Ruhrgebiet sei Deutschlands Kleinpolen.

Der erste Eindruck: Forsch öffnen wir die Pforte zum Sündenpfuhl und schreiten über fleckigen Nadelfilz, dessen Trostlosigkeit den quadratischen Raum beherrscht. Es riec...

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