Mal steht die Uhr, mal prescht sie vor

Unter dem Motto «Zeit» und mit einem Israel-Schwerpunkt wussten die Dresdner Musikfestspiele zu überzeugen

  • Von Dietrich Bretz
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Große Musik steht immer entweder im Einklang mit oder im scharfen Kontrast zu der Zeit, in der sie komponiert wurde.« Worte von Jan Vogler, dem Cellisten und Intendanten der Dresdner Musikfestspiele. Worte, die die Dramaturgie bewogen, den 39. Jahrgang unter das Motto »Zeit« zu stellen. Dass Musik als zeitlichste aller Künste im Hörer gleichsam ein »magisches Zeitgefühl« zu evozieren vermag, dass sie Aktionen vorantreiben oder entschleunigen kann, wurde in dem vielfältigen Veranstaltungsreigen immer wieder deutlich. Welch gegensätzliches Zeitempfinden vermittelten etwa Beethovens auf dynamische Vorwärtsentwicklung gestellte 7. Sinfonie und Schostakowitschs 15. Streichquartett mit seinen sechs Adagio-Sätzen!

Mit dem Konzert des Dresdner Festspielorchesters gingen die Festspiele, die in diesem Jahr 48 000 Besucher zählten, am Sonntag zu Ende. Wieder einmal wurde das Musenfest mit diesmal 53 Veranstaltungen und erstmals vierwöchiger Dauer...


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