Russlands Wälder brennen schon

Umweltschützer fürchten eine ähnliche Katastrophe wie 2010

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Umweltschützer warnen: Schon jetzt brennt in Russland mehr Wald als im Katastrophenjahr 2010. Im dicht besiedelten europäischen Teil beginnt die »Saison« erst im Juli.

Rot in allen Schattierungen ist zu sehen, grau ist ebenfalls dominant. Die Satellitenbilder lassen auf einen Krisenherd und militärische Auseinandersetzungen schließen. Doch vor den Monitoren sitzen Umweltschützer von Greenpeace Russland, die die Eskalation der Waldbrände verfolgen. Ihren Erkenntnissen nach entfallen zwei Drittel davon auf den Fernen Osten. Lichterloh brennen seit Ende April die Mischwälder der Amur-Region und die Lärchen-Taiga in Transbaikalien und Burjatien. Bauern brennen im Frühjahr das trockene Gras vom Vorjahr ab, die Asche düngt den kargen Boden. Doch der ist, weil weniger Schnee als üblich fiel, knochentrocken. Brandrodungen, sagt Alexander Jaroschenko, Leiter der Arbeitsgruppe Wald bei Greenpeace Russland, würden daher oft außer Kontrolle geraten. Derzeit stünden landesweit mindestens 3,4 Millionen Hektar Wald und Grasland in Flammen. Mehr als im Katastrophenjahr 2010.

Damals vernichtete das Feuer mehr al...


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