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Das Magazin »Mint« über Berliner Schallplattenläden

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der gute alte Plattenladen - wird er ein Spielzeuglager für Neurotiker? Ganz abwegig erscheint das nicht, wenn man den Vinyl-Report Berlin in der jüngsten Ausgabe des Magazins für Vinyl-Kultur »Mint« liest. So berichtet Thomas Spindler vom Schöneberger Schallplattenladen »Dodo Beach« von »spleenigen« Kunden, die nicht verraten, wo sie wohnen - weil sie Schiss haben, ausgeräumt zu werden. Über den Charakter des Spleenigen hinaus geht die Beobachtung der Betreiber des Friedrichshainer Geschäftes »Bis auf’s Messer«. Stefan Klose und Robert Schulze schätzen, dass der Anteil derer, die Neuvinyl inzwischen als Luxusobjekt oder als Spekulationsgegenstand kaufen und im Zweifel gar nicht mehr selber anhören, bis zu 20 Prozent beträgt. Eine von der BBC in Auftrag gegebene Umfrage gibt ihnen mit Blick auf England Recht: Sieben Prozent der Vinylkäufer haben nicht mal einen Schallplattenspieler, rund die Hälfte hört die Platten ...


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