Lehrer beschweren sich in Brüssel

Angestellte Lehrkräfte fordern Gleichberechtigung

Düsseldorf. Mit einer Beschwerde vor der EU-Kommission wollen die angestellten Lehrer in Nordrhein-Westfalen eine Gleichsetzung mit ihren verbeamteten Kollegen erzwingen. Die Schutzgemeinschaft angestellter Lehrer (Schall) NRW erklärte am Montag in Düsseldorf, Angestellte seien »erheblich schlechter« bezahlt als Beamte. Ungerecht sei zudem die Altersgrenze für Verbeamtungen, die gegen das Verbot der Altersdiskriminierung verstoße. Nach Angaben von Schall erhalten die angestellten Lehrer monatlich rund 500 Euro netto weniger als ihre Kollegen mit Beamtenstatus. Bei der Altersversorgung belaufe sich das Minus auf bis zu 1000 Euro monatlich. »Das ist eine schreiende Ungerechtigkeit, weil angestellte und verbeamtete Lehrer grundsätzlich die gleichen Arbeitsleistungen erbringen«, erklärte Schall-Landesvorstandsmitglied Rainer Lummer. Derzeit seien in NRW 40 000 und damit annähernd ein Viertel der rund 175 000 Lehrer angestellt.

Kern der Beschwerde ist die NRW-Regelung, dass neu eingestellte Lehrer nicht mehr verbeamtet werden dürfen, wenn sie älter als 42 Jahre sind. Das Land begründet diese Entscheidung mit sonst ausufernden Versorgungsleistungen für beamtete Pensionäre. Entsprechende Regelungen gibt es mit unterschiedlichen Höchstaltersgrenzen auch in anderen Bundesländern - Hessen etwa hat den Verbeamtungsstopp bei 50 Jahren festgelegt, das Saarland bei 40 Jahren. epd/nd

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