Unsere Schätze der ganzen Welt

BBAW-Präsident Martin Grötschel über Diskrete Mathematik, Exzellenzinitiativen, Akademieforschung und Kooperationen mit Russland

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ehrt in diesem Jahr auf vielfältige Weise ihren Gründer Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen 300. Todestag bevorsteht – Anlass für ein Gespräch mit dem Präsidenten der Wissenschaftsakademie über das Werk des Universalgelehrten und eigene Forschung.

Gottfried Wilhelm Leibniz sagte einmal: »Beim Erwachen hatte ich schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben.« Geht es Ihnen ähnlich?
Das sind die üblichen Werbesprüche, die auch Wissenschaftler gerne von sich geben. Ohne Frage, Leibniz hatte unglaublich viele Ideen und zu vielen Themen sehr Vernünftiges gesagt. Es wäre vermessen, wenn ich Gleiches von mir behaupten würde.

Er gilt als der letzte große deutsche Universalgelehrte, war Philosoph, Historiker und Mathematiker wie Sie. Stimmt es, dass die Mathematik die Wissenschaft aller Wissenschaften ist, wie man oft hört. Oder, um wieder Leibniz zu zitieren, dass sich in den Zahlen die tiefsten Geheimnisse verbergen?

Natürlich bin ich davon überzeugt, dass die Mathematik die wichtigste Wissenschaft ist. Wenn ich das nicht wäre, wäre ich im falschen Beruf. Aber Mathematik hat überdies eine besondere Eigenschaft: Einerseits ist sie von al...


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