Für die Sportler gut, für Pechstein bitter

Der DOSB-Athletensprecher begrüßt das Urteil gegen Claudia Pechstein, auch wenn ihm die Sportlerin leid tut

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Claudia Pechstein hat vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verloren. Wie schätzen Sie dieses Urteil ein?
Die Bindung an den Code der Welt-Antidoping-Agentur WADA und damit das letztinstanzliche Austragen von Dopingstreitigkeiten vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS ist jetzt höchstrichterlich bestätigt worden. Das wäre aus meiner Sicht so vor zwei Jahren noch nicht möglich gewesen. Nur durch den Prozess Claudia Pechsteins wurden die notwendigen Reformen dafür vorangetrieben. So gibt es nun Prozesskostenhilfe für Athleten in Deutschland und beim CAS. Dessen Richterliste ist auch geöffnet worden, so dass z.B. die nationalen Athletenkommissionen dort einen den Sportlern nahen Richter nominieren konnten - was wir im März getan haben. Wir begrüßen also, dass dieser angestoßene Prozess den Athleten mehr Rechtsstaatlichkeit gebracht hat.

Für Pechstein persönlich war es aber eine bittere Niederlage.
Natürlich. Sie wurde aufgrund von ...


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